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Die beste Therapie bei Lymphdrüsenkrebs

Bei (Non-)Hodgkin-Lymphomen entarten Zellen des Lymphsystems. Die Heilungschancen sind gut – wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird. Unser Video begleitet einen Patienten bei seiner erfolgreichen Therapie
von Corinna Hilss, Simone Herzner (Redaktion) / Philipp Rabe, Tilo Abele (Kamera), aktualisiert am 25.11.2015
W&B

Im Leben von Reinhard Siol aus der Nähe von Gütersloh drehte sich viele Jahre alles um den Sport: Mountainbiken, Skifahren, Triathlon. Bis der durchtrainierte Versicherungskaufmann vor rund 13 Jahren plötzlich über Kraftlosigkeit und Kurzatmigkeit klagte. 

Harte Diagnose

Im Krankenhaus bekam er die Diagnose Lymphdrüsenkrebs, auch Lymphknotenkrebs oder malignes Lymphom genannt. Lymphome sind Krebserkrankungen, bei denen Lymphzellen bösartig entarten. Es gibt verschiedene Formen – bei Reinhard Siol wurde ein Non-Hodgkin-Lymphom entdeckt, genauer gesagt ein Immunozytom. Dabei handelt es sich um eine sehr hartnäckige Variante, die immer wieder mit Therapien zurückgedrängt werden muss.

Anzeichen für ein Lymphom schwer zu erkennen

Lymphdrüsenkrebs entsteht, wenn eine bestimmte Sorte von weißen Blutkörperchen entartet, die sogenannten Lymphozyten. Diese Zellen befinden sich zum Beispiel in den Lymphknoten, den Mandeln, der Milz und im Knochenmark. Eine harte, schmerzlose Vergrößerung von Lymphknoten kann ein erstes Anzeichen für ein Lymphom sein. Allerdings gibt es auch andere häufigere Ursachen für Lymphknotenschwellungen, zum Beispiel Infekte.

Ähnlich allgemein sind weitere Beschwerden durch Lymphome. Dazu zählt anhaltende Müdigkeit. Betroffene fühlen sich weniger leistungsfähig, sie verlieren den Appetit oder sind stärker anfällig für Infekte. Das Erkrankungsalter kann erheblich variieren: Manche Lymphome treten häufiger rund um das 20. Lebensjahr auf, andere um das 60. Lebensjahr.

Hodgkin- und Non-Hodgkin-Lymphome

Um die Diagnose zu sichern, entfernen Ärzte einen geschwollen Lymphknoten und untersuchen ihn unter dem Mikroskop: Je nach Aussehen der veränderten Lymphzellen unterscheiden die Mediziner sogenannte Hodgkin-Lymphome von Non-Hodgkin-Lymphomen. Erstere können inzwischen häufig erfolgreich behandelt werden, während es bei Non-Hodgkin-Lymphomen auf die Untergruppe ankommt: Aggressivere Formen schreiten ohne Therapie rasch fort, bieten aber oft gute Ansatzpunkte für eine Behandlung, beispielsweise durch eine Chemotherapie. In unserem Video berichtet Reinhard Siol von seiner Erkrankung an einem weniger aggressiven Non-Hodgkin-Lymphom, das sich zwar langsamer ausbreitet, aber umso hartnäckiger der Behandlung trotzt.

Reinhard Siol gibt nicht auf: "So ganz ohne Resthoffnung ist man nicht, auch als alter Sportler. Sich selber aufgeben gibt es einfach nicht! Bis auf die Chemo-Zeiten, wo die Lebensqualität eingeschränkt ist, funktioniert eigentlich alles wie normal. Ich kann am alltäglichen Leben teilhaben. Ich muss nicht mehr alles haben, aber ich freue mich über alle Kleinigkeiten des Lebens, die der Tag so bringt."



Bildnachweis: W&B

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